Unser Spaziergang in 4 Schritten

Ich nehme dich mit auf unseren Spaziergang.

Futterbeutelsuche, Leinenführung, Orientierung, Ablenkungen, alles Begriffe, die etwas mit unseren Spaziergängen mit dem Hund zu tun haben.
Hier erfährst du aber jetzt mal ganz konkret, wie mein Spaziergang mit meinem Hund aussieht:

1. Teil: Leinenführig zum Ziel

Das Thema Leinenführung ist ein endloses Thema in Hundeschulen. Und ja, es ist leicht zu erreichen, wenn man seinem Hund dauerhaft ein Leckerli vor die Nase hält. Das ist jedoch nicht der Weg, den ich gehen möchte, damit mein Michi brav neben mir hergeht.

Wenn wir gemeinsam draußen unterwegs sind, dann möchte ich, dass Michi sich an MIR orientiert und nicht an dem Leckerli, dass ich ihm unter die Nase halte. Und inzwischen klappt das auch ganz gut, aber wie habe ich das geschafft?

Auf unseren Spaziergängen haben wir ein gemeinsames Ziel: die Futterbeutelsuche. Diese Art der Beschäftigung macht Michi viel Spaß und deswegen ist er bereit, auch einiges zu investieren, damit wir ans Ziel kommen.

So hat er immer wieder die Erfahrung gemacht, dass wir nicht schnell vorwärtskommen, wenn er immer wieder vorrennt oder sogar an der Leine zieht. Denn immer, wenn das passiert, drehen wir um oder bleiben einfach mal stehen.

Es lohnt sich also für ihn, bei mir zu bleiben und gemeinsam mit mir am Ziel anzukommen.

2. Teil: Einfach mal albern sein

Wie ihr auf dem nächsten Video erkennen werdet, machen Michi und ich auch mal Quatsch auf unseren Spaziergängen. Ich habe ihn zum Spielen aufgefordert und schon flitzt er los.

Denn: Man darf auch mal albern sein, und ich empfinde das sogar als wichtig. Michi ist ein Hund mit Vergangenheit, der sehr häufig noch unsicher ist, wenn wir draußen unterwegs sind. Deswegen bin ich viel damit beschäftigt, ihm die Sicherheit zu vermitteln, die er braucht.
Aber ich kann ihm auch einfach mal zeigen, dass es auch möglich ist, die Sau rauszulassen und wie ein Irrer über die Wiesen zu flitzen.

Ja, Erziehung ist superwichtig und dabei sollte auch eine gewisse Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt werden, aber man sollte trotzdem niemals den Spaß vergessen. 😊

3. Teil: Die Futterbeutelsuche

Warum suche ich überhaupt mit Michi Futterbeutel?
Für ihn (und auch für alle anderen Hunde) macht es super viel Sinn, draußen Futter zu suchen. Auch ohne mich wäre er ständig damit beschäftigt, Futterreste oder Wildtiere aufzustöbern.

Wir sehen also: Der Hund macht es sowieso, also warum sollten wir das nicht nutzen?

Auch bei der Futterbeutelsuche heißt es erst mal für den Hund: in Ruhe warten. Denn damit die Beutel gesucht werden können, müssen sie erst mal versteckt werden. Dafür muss Michi aber abwarten, bis das passiert ist und erst dann darf er durchstarten und die Beutel suchen. Dafür setze ich ihn an einem sicheren Ort ab und entferne mich, manchmal sogar außer Sicht. Wenn ich dann wieder zurückkomme, sitzt er noch immer dort und wartet, dass es losgehen kann.

Und dann geht der Spaß auch wirklich los, und er darf die Futterbeutel suchen und apportieren, manchmal sogar noch verknüpft mit einer kleinen Fährte, die er verfolgen muss oder einer Hetzjagd mit der Reizangel.

Die Beutel sind gefüllt mit Michis Tagesration an Futter und wenn alle gefunden sind, dann darf er auch alles aufessen. Auf diese Art und Weise kann ich meinen Hund sinnvoll und artgerecht beschäftigen. Wir sind als Team unterwegs, haben sehr viel Spaß und wachsen mit jedem Mal noch ein bisschen enger zusammen.

4. Leinenführig heim

Auf dem Heimweg ist die Futterbeutelsuche vorbei, also kann das nicht mehr der Anreiz dafür sein, dass Michi sich zurücknimmt und sich mir brav anschließt. Trotzdem sind wir auch hier miteinander in Kontakt, und es macht nicht jeder sein eigenes Ding. Michi orientiert sich an mir und das sogar ganz ohne Leine – aber warum?

Auf jedem Spaziergang sorge ich dafür, dass mein Hund nicht unter die Räder kommt, wir gemeinsam spannende Dinge erleben und Spaß haben.
Michi hat immer wieder gelernt, dass ich für ihn auftreten kann, Gefahren abwehre und mich so verhalte, dass es für ihn sinnvoll und logisch erscheint. Deswegen orientiert er sich ganz freiwillig an mir, weil er weiß, dass ich eine Person bin, der man wirklich folgen kann, weil sie kompetent genug ist.

Wie du siehst, haben Michi und ich eine Menge Spaß auf unseren Ausflügen und das, obwohl ich auch erzieherisch tätig bin.

Du möchtest auch so mit deinem Hund unterwegs sein, weißt aber nicht so richtig wie?

 

Dann melde dich gerne bei mir, und wir schauen gemeinsam, wie wir das umsetzen können.